Kinderkrippe il Nido

Allgemeines

In der Kernstadt von Radolfzell in der Hohentwielstr. 18 bietet der Montessori-Verein Radolfzell e.V. in eigener Trägerschaft eine Kinderkrippe an.

Die Krippe ist montags bis freitags von 7 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Die Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren werden in einer Gruppe von maximal 10 Kindern von drei Erzieherinnen betreut. Mittagessen sowie Schlafmöglichkeit werden angeboten.

Dem pädagogischen Konzept liegen die Montessori Pädagogik und Bewegungsförderung nach Emmi Pikler mit ihren ganzheitlichen Ansätzen zugrunde.

Eltern, die an einem Krippenplatz interessiert sind, sollten sich mit Judith Keller (Krippenleitung) unter der e-mail Adresse nido@montessori-radolfzell.de oder telefonisch unter 07732-3029996 in Verbindung setzen.

Pädagogisches Konzept

Die Arbeit mit den Kindern entspricht den Konzepten von Maria Montessori und Emmi Pikler, angepasst an das jeweilige Alter des Kindes.

Der Gruppenraum wird mit den typischen Montessorimaterialien ausgestattet, welche für die Altersgruppe bis 3 Jahre interessant sind. Dies sind vor allen Dingen Materialien für die Übungen des täglichen Lebens, aber auch Montessori-Klassiker wie Rosa Turm, Braune Treppe, verschiedene Einsatzzylinder und ähnliches Material.

Die gesamte Struktur der Montessoripädagogik für das Alter von 0 bis 3 Jahren sieht die Bewegung als eines der Hauptentwicklungsfelder vor, neben dem Aufbau der Sprache und der inneren und äußeren Ordnung (soziale und emotionale Intelligenz). Diese werden auch als sensible Phasen definiert. Absolut jede Tätigkeit in der Kinderkrippe geht mit Bewegung einher, denn ohne sie kann kein Lernen geschehen. Dies wird durch das Arbeiten mit den Montessorimaterialien sehr aktiv unterstützt, wie nachfolgendes Beispiel deutlich macht:

Das Kind bereitet seinen Arbeitsplatz vor für das Material, mit welchem es sich auseinandersetzen möchte. Dafür holte es die Unterlage für den Boden oder den Tisch, holt sich das Arbeitsmaterial aus dem Regal und richtet sich den Arbeitsplatz ein. Jetzt erst beginnt die eigentliche Auseinandersetzung mit der Sache – und dem ging viel Bewegung voraus. Auf große Bewegungen folgen kleine Bewegungen, die Grob- als auch die Feinmotorik werden geschult. Im Anschluss an die Auseinandersetzung mit der Übung oder dem Material gehört das Aufräumen auch mit zur Arbeit.

 

Neben dem Gruppenraum gibt es einen Bewegungsraum, welcher mit Emmi Pikler Bewegungselementen ausgestattet wird. Dazu gehören eine hohe Krabbelkiste, Pikler Dreieck, Schaukelboot, Bau– und Balancierbrettchen sowie ein Krabbel- und Rutschbrett. Ein niedrig aufgehängter Hängesitz und ein großer Gymnastikball bieten den Kindern Gelegenheit, rhythmisches Hüpfen und Schaukeln zu erfahren. Die Einrichtung des Bewegungsraumes wird ständig den individuellen Alters- und Bewegungsbedürfnissen angepasst. So entwickelt ein einjähriges Kind erst Fortbewegungsmöglichkeiten, während ein dreijähriges bereits dabei ist, seine Bewegungsstrukturen zu verfeinern. Das Emmi Pikler Material bietet beiden Altersgruppen Bewegungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Ein weiterer Raum steht zur Verfügung für Rückzug und zum Schlafen. Hier werden verschiedene Schlafmöglichkeiten geboten wie ein Podest mit mehreren Matratzen, ein Gitterbett, ein „Nestchen“ und ähnlichem. Auch hier wird der Alterstruktur und dem Bedarf entsprechend eingerichtet. Zudem wird hier eine Puppenecke eingerichtet werden.

Die Arbeit nach Maria Montessori bedeutet die Einbettung des Tages in einen Rhythmus, welcher den Tagesablauf bestimmt. Dazu gehört  der morgendliche Begrüßungskreis ebenso wie die Abschiedsrunde, Freispiel und Bewegung.

Umgebung

Nur fünf  Minuten von der Hohentwielstr. 18 entfernt befindet sich ein kleinkindgerechter Spielplatz hierzu muss nur eine mäßig befahrene Straße überquert werden. So oft wie möglich werden die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern den Spielplatz und die Wiesen am Böhringer Wäldchen und oberhalb des RIZ aufsuchen, um dort gemeinsam zu spielen, sich auszutoben und den Lauf der Jahreszeiten zu  erfahren.

Die Stadtnähe (10 Minuten mit dem Stadtbus bis zum Marktplatz) ermöglicht gemeinsame Ausflüge in die Stadtbücherei und auf den Wochenmarkt. Diese werden regelmäßige Ausflugsziele, die die Lesefreude bzw. Freude an Literatur und Bildern wecken und das gemeinsame Vesper bereichern.

Einmal im Monat gehen die Kinder zum gemeinsamen Morgenkreis ins Altersheim und einmal zu einem Waldtag in den Altbohl Wald.7

Eine großzügige Küche in der Wohnung ermöglicht es, nach Bedarf gemeinsam mit den Kindern zu kochen und zu backen, aber auch kreativ zu werden im experimentellen Umgang mit Matsch, Ton, Farben und Wasser.

Die Prinzipien der Pädagogik von Maria Montessori und die Bewegungselemente nach Emmi Pikler machen es möglich, die Kinder individuell zu fördern und zu betreuen. Beobachtungen und Elterngespräche unterstützen das System.

Die Konzeption sieht folgenden Tagesablauf vor, der jedoch den Bedürfnissen der Kinder und der Wetterlage angepasst wird:

 

07.00 – 09.30 Uhr Ankommen und Freiarbeit (immer verbunden mit Bewegung im Bewegungsraum)
09.30 Uhr Sitzkreis
ca.10.00 Uhr Vesperpause
ca.10.20 – 11.30 Uhr Anziehen, Spiel im Freien, Spaziergang, Turnen, Rhythmik, Besuch
des Marktes oder der Bücherei, (Freiarbeit nur bei sehr schlechtem Wetter)
ca.11.45 Uhr Mittagessen
12.30 – 13.45 Uhr Ruhepause/ Mittagsschlaf
13.45 – 14.00 Uhr Abholen